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Ratgeber

Einstieg in die Schreinerei: Lehre, Schreinerhelfer, Meisterschule

Wege in den Beruf und was eine Schreinerei in der Bewerbung sehen will.

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Die Lehre

Die Ausbildung zum Schreiner dauert drei Jahre. Kern der Gesellenprüfung ist eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht: Du gestaltest und fertigst ein Erzeugnis in höchstens 100 Stunden, dokumentierst es und sprichst im Fachgespräch darüber. Im Betrieb heißt das Ergebnis meist Gesellenstück. Frag bei der Wahl des Betriebs, ob du dort Möbelbau, Innenausbau oder Fenster und Türen lernst. Die Schwerpunkte der Betriebe sind sehr verschieden.

Als Schreinerhelfer anfangen

Stellen als Schreinerhelfer oder Maschinenbediener in der Möbelfertigung erfordern keinen Abschluss. Nach viereinhalb Jahren Tätigkeit im Beruf kannst du dich zur Gesellenprüfung anmelden, das ist das Eineinhalbfache der Ausbildungsdauer. Ab 25 Jahren kannst du alternativ ein Feststellungsverfahren beantragen, das deine im Beruf erworbenen Fähigkeiten mit dem Abschluss vergleicht.

Meister oder Holztechniker

Für die Führung einer eigenen Schreinerei brauchst du die Eintragung in die Handwerksrolle, im Regelfall über die Meisterprüfung. Wer eher in Konstruktion oder Fertigungsplanung will, wählt die Fachschule zum staatlich geprüften Holztechniker mit mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Beide Weiterbildungen kann das Aufstiegs-BAföG fördern.

CNC und Konstruktion als Einstieg

Auf dieser Seite stehen auffällig viele Stellen für Schreiner in Konstruktion und Arbeitsvorbereitung. Wer gern am Rechner plant, kann dort nach einigen Jahren Werkstatt einsteigen. Hilfreich sind Kenntnisse in einem CAD-Programm für den Möbel- und Innenausbau und im Umgang mit Stücklisten. Frag deinen jetzigen Betrieb, ob du in die Arbeitsvorbereitung hineinschnuppern kannst, bevor du wechselst.

Typische Fehler vermeiden

Viele Bewerbungen in Schreinereien sind zu allgemein. Ein Satz wie handwerklich geschickt überzeugt wenig. Besser sind konkrete Angaben: welche Möbel du gebaut, welche Maschinen du bedient, welche Montagen du allein erledigt hast. Wenn du keinen Abschluss hast, erkläre, wie lange du in welcher Rolle gearbeitet hast. Fotos helfen mehr als lange Beschreibungen.

Bewerbung in der Schreinerei

  • Fotos deines Gesellenstücks und weiterer Arbeiten
  • Liste der Maschinen und Programme, die du sicher bedienst
  • Angaben zu Montageerfahrung und Führerschein
  • Zeugnisse der Berufsschule und Arbeitszeugnisse

Schreinereien schauen genau auf Sorgfalt. Eine saubere, knappe Bewerbung mit Bildern wirkt dort stärker als lange Texte.

Zum Schluss

Wer Freude am Material Holz hat und sorgfältig arbeitet, findet in der Schreinerei einen Beruf mit vielen Richtungen.

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